Sie sind nicht angemeldet.

Ab sofort werden Neuanmeldungen erst nach Prüfung durch die Moderation freigeschaltet. Es werden eine glaubwürdige, ausführliche Selbstvorstellung und eine funktionierende E-Mail-Adresse erwartet. Ob eine Anmeldung freigeschaltet wird, liegt im Ermessen der Moderation.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Pforzheim redet Tacheles. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Mark

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Mark« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 940

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2014

Danksagungen: 21

  • Nachricht senden

1

Freitag, 15. Mai 2015, 12:56

Islam oder Islamismus - welcher Begriff ist richtig?

Wikipedia dazu:

Zitat

Islamismus ist ein sozialwissenschaftliches Konzept, das seit den 1990er Jahren zur Charakterisierung von verschiedenen Ideologien und Bewegungen verwendet wird, die sich in einer spezifischen Weise auf den Islam berufen.
Ich meine, ein sozialwissenschaftliches Konzept ist aber nicht die Religion oder Konfession selbst. "Islamistischer Terror" wäre dann "Terror nach einem sozialwissenschaftlichen Konzept". Das leuchtet doch sicher ein, dass dieser Satz so nicht stimmen kann. Zumal es terroristische Übergriffe im Namen des Islam auch schon lange vorher gab.

Wikipedia zitiert auch den Islamwissenschaftler Tilman Nagel (* 1942). Er vertrat 2005 in seinem Essay Islam oder Islamismus? Probleme einer Grenzziehung die Meinung, eine Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus sei "ohne Erkenntniswert".

Zitat

"Islam und Islamismus sind so lange nicht voneinander zu trennen, wie Koran und Sunna als absolut und für alle Zeiten wahr ausgegeben werden", so Nagel. Er verwendet das Wort "Islamismus" und setzt in seiner Argumentation den Begriff letzten Endes mit dem orthodoxen Islam gleich. Nagel argumentiert, der Islam sei von Hause aus - mit Ausnahme der Mu'tazila - fundamentalistisch. "Der Islam (richtet) nicht wie das Christentum sich in einem bestehenden Staat ein, sondern (gründet) einen eigenen." Historisch begründet Nagel dies mit der frühislamischen Gemeinde unter Mohammed, zu der Nagel schreibt: "von Anfang an ein entschiedenes Streben nach Dominanz über alle anderen Menschenverbände eigen, eben weil es sich … als unerschütterbar wahr und endgültig richtig auffasste. Die Anwendung von Gewalt zur Selbstbehauptung und dann zur Unterwerfung anderer Gemeinschaften, die eben nicht islamische waren, ist demgemäß ein wesentliches, wenn nicht das wesentliche Merkmal der Geschichte des Wirkens Mohammeds in Medina."
Tilman Nagel: Islam oder Islamismus? Probleme einer Grenzziehung. In: Hans Zehetmair: Der Islam. Im Spannungsfeld von Konflikt und Dialog. VS, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14797-8
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (Artikel 5 Grundgesetz)

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Singender Taxifahrer (15.05.2015), IbnAdam (09.11.2016)

Mitleser

ist richtig gerne hier

  • »Mitleser« ist männlich
  • »Mitleser« wurde gesperrt

Beiträge: 165

Registrierungsdatum: 15. November 2014

Danksagungen: 8

  • Nachricht senden

2

Freitag, 15. Mai 2015, 12:58

:thumbdown:

Hagen

ist richtig gerne hier

Beiträge: 424

Danksagungen: 7

  • Nachricht senden

3

Freitag, 15. Mai 2015, 14:24

Islamismus ist ein sozialwissenschaftliches Konzept, das seit den 1990er Jahren zur Charakterisierung von verschiedenen Ideologien und Bewegungen verwendet wird
Dass dieser Begriff so neu ist, wusste ich nicht.
Was politisch korrekt ist, steht im Grundgesetz: Es ist die Meinungsfreiheit.

Q and A

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Q and A« ist männlich

Beiträge: 817

Registrierungsdatum: 4. Januar 2015

Danksagungen: 69

  • Nachricht senden

4

Freitag, 15. Mai 2015, 16:11

Lieber Mark!

Sehr schön, dass Du nun einen Thread eröffnet hast, in dem die Frage erörtert werden soll, welches die Unterschiede zwischen Islamismus und Islam sind, und wie weit oder die Grenzen sich überschneiden oder nicht. Aber, und dies ist wichtig, gibt es Grenzen, welche die einen dort, und die anderen dort sehen. Und in Deinem Startbeitrag steht, dass man unter Islamismus seit den 90er Jahren etwas meint, was man pauschal als "Auswüchse der Religion des Islams" bezeichnen könnte, sowohl im politischen Sinn, im terroristischen Sinn, usw.

Ob es nun diese Definitionen sind, oder vielleicht wird es noch ein paar weitere Beiträge geben, die weitere Definitionen über den Islamismus geben wollen, so sollte es doch für uns alle klar sein, dass dieser Begriff Islamismus extra dafür geschaffen worden ist, um irgendwelche Auswüchse zu meinen, die nichts Gutes sind!

In der heutigen Debatte, und bei den schlimmen Ereignissen in Syrien, den Gräueltaten der Islamisten, steht das Wort "Islamismus" auf jeden Fall für diese Kriege, was man unter allen Umständen bekämpfen muss. Da sollten wir uns alle einig sein. ich hoffe nicht, dass hier irgendjemand sich für den Islamismus stark macht, ich jedenfalls werde dies nicht tun!

Nun aber wäre es schön von Dir, wenn Dir nun schon solch verspätet differenzierte Gedanken ein Anliegen sind, dass Du dann Deine Unterstellungen an das Landeskriminalamt zurücknehmen würdest, die nämlich schon vor diesem Thread hier wussten, was sie mit Islamismus meinten, und deshalb auch nur gegen diesen Islamismus kämpfen wollen, und nicht gegen die Religion des Islams, wie Du es in Deinem anderen Thread hingestellt hattest.

Es wäre wesentlich logischer gewesen, wenn Du zuerst diesen Thread eröffnet hättest, um die Unterschiede dieser beiden Begriffe näher zu beleuchten, um dann zu wissen, wie die Stellenanzeige mit dem gewonnenen richtigen Wissen gemeint war, nämlich dass das Landeskriminalamt selbstverständlich nur gegen den Islamismus vorgehen möchte.

Was das Landeskriminalamt unter Islamismus versteht, hättest du dort schon längst mal nachfragen können. Egal, wie sehr in diesem Thread nun über den Islamismus diskutiert wird, es ist nicht dasselbe wie der Islam, weil der Islam nur die Buchreligion ist, und der Islamismus nicht, sondern negative Auswüchse davon. Gläubige des Islam werden Muslime genannt. Anhänger des Islamismus werden Islamisten genannt. Also, auch ein Unterschied in der Wortwahl.

Wenn Du jetzt dieser Frage mit diesem Thread nachgehen möchtest, und zwar wirklich ehrlich, dann wäre es schön, wenn Du Deine unterschwelligen Behauptungen gegenüber dem Landeskriminalamts nun zurücknehmen würdest. Du würdest nicht nur der Wahrheit damit einen Gefallen tun, nicht nur den diskriminierten Muslimen damit einen Gefallen tun, nicht nur dem Landeskriminalamt damit einen längst fälligen Gefallen tun, sondern auch Dir und Deiner eigenen Integrität zur Wahrheit und Rechtschaffenheit!

Singender Taxifahrer

Gunnar als normaler Diskussionsteilnehmer

  • »Singender Taxifahrer« ist männlich

Beiträge: 5 174

Registrierungsdatum: 28. Mai 2013

Wohnort: Birkenfeld

Danksagungen: 723

  • Nachricht senden

5

Freitag, 15. Mai 2015, 18:24

Egal, wie sehr in diesem Thread nun über den Islamismus diskutiert wird, es ist nicht dasselbe wie der Islam, weil der Islam nur die Buchreligion ist, und der Islamismus nicht, sondern negative Auswüchse davon.

"Tötet sie, wo ihr auf sie treffet", "Allah hat sie zu Affen und Schweinen gemacht", "Kämpfet gegen sie, bis ihr die Oberhand habt", "Ihr werdet gegen die Juden kämpfen", "Schlagt ihnen wechselweise die Hände und Füße ab" - ist das Islamismus oder Islam? Kannst Du mir diese Frage klar beantworten?

Gläubige des Islam werden Muslime genannt. Anhänger des Islamismus werden Islamisten genannt. Also, auch ein Unterschied in der Wortwahl.

Wobei sich zwar manche Moslems nicht als Islamisten bezeichnen, aber ausnahmslos alle sogenannten Islamisten sich als Muslime bezeichnen und ihre Taten auch fleißig mit dem Koran und den anderen Aussagen ihres Religionsgründers begründen.

Zweite Frage: Kannst Du mir Gewalttaten benennen, die von Christen begangen wurden und die von ihnen mit Aussagen des Herrn Jesus Christus begründet wurden? Wenn ja, welche Aussagen waren das konkret?

Lieber Q und A, bitte beantworte mir diese beiden einfachen Fragen, damit wir die Definition der beiden Begriffe deutlicher herausarbeiten können, um in weiteren Diskussionen weniger inhaltliche Missverständnisse entstehen zu lassen.

Mit herzlichen Grüßen für eine sachliche Diskussion,

Gunnar
„Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ (George Orwell)

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Stefan (16.05.2015)

Singender Taxifahrer

Gunnar als normaler Diskussionsteilnehmer

  • »Singender Taxifahrer« ist männlich

Beiträge: 5 174

Registrierungsdatum: 28. Mai 2013

Wohnort: Birkenfeld

Danksagungen: 723

  • Nachricht senden

6

Freitag, 15. Mai 2015, 23:45

Ich hätte schon gerne mal klare Antworten auf meine Fragen.

Vielen Dank schonmal für die erhellenden Antworten auf meine Fragen.

Noch eine weitere Frage stelle ich hier nochmal: Warum scheint es kein einziges muslimisch dominiertes Land zu geben, in dem Demokratie und Freiheit herrschen während selbiges in fast allen eher christlich dominierten Staaten der Fall ist?
„Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ (George Orwell)

Es hat sich bereits 1 registrierter Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Stefan (16.05.2015)

Stefan

ist richtig gerne hier

Beiträge: 197

Danksagungen: 2

  • Nachricht senden

7

Samstag, 16. Mai 2015, 23:53

Politisch "korrekt" wäre Islamismus, wahreitsgemäß aber Islam.
Mein Lieblingsbaum ist der Ahorn.

Q and A

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Q and A« ist männlich

Beiträge: 817

Registrierungsdatum: 4. Januar 2015

Danksagungen: 69

  • Nachricht senden

8

Sonntag, 17. Mai 2015, 09:20

Mehr Liebe und Verstehen Miteinander, in unserer „freiheitlich demokratischen Grundordnung“

Ich hätte schon gerne mal klare Antworten auf meine Fragen.

Vielen Dank schonmal für die erhellenden Antworten auf meine Fragen.

Noch eine weitere Frage stelle ich hier nochmal: Warum scheint es kein einziges muslimisch dominiertes Land zu geben, in dem Demokratie und Freiheit herrschen während selbiges in fast allen eher christlich dominierten Staaten der Fall ist?

Lieber Gunnar!

Nachdem Du mich wiederholt eindringlichst batest, Dir eine Antwort zu geben, habe ich mir einfach Gedanken gemacht über Dich, welche Antwort(en) ich Dir am Besten unter Einhaltung des Gebots der Nächstenliebe geben könnte. Ich kam zu dem Schluss, dass ich Dich am Besten in die Schranken verweisen sollte, welche unsere „freiheitlich demokratischen Grundordnung“ hergibt, um zum einen Dich zur weiteren Diskriminierung des Islams oder anderen Glaubensauffassungen einschränken zu können, und zum anderen Dir eine neue Betrachtung von Liebe zum Leben und zu seinen Mitmenschen zeigen möchte, wie sie innerhalb unserer „freiheitlich demokratischen Grundordnung“ möglich ist.

Deshalb ist mein Beitrag hier mal wieder etwas länger ausgefallen, sogar vielleicht am Längsten überhaupt, aber es geht ja schließlich um Dich, und um ein Miteinander in unserem Leben, welches mehr durch Liebe und Verstehen gekennzeichnet sein sollte, als nur durch Hass vorangetriebene Propaganda.

Die beste Antwort auf Deine Fragen steckt sogar in unserer „freiheitlich demokratischen Grundordnung“. Deshalb beantworte ich Dir Deine Frage, was der Unterschied zwischen Islam und Islamismus ist, am Besten mal so, um Dich auch mal aus rechtlichen Gründen wegen unserer „freiheitlich Demokratischen Grundordnung“ dazu anhalten können, den Islam mal endlich nicht mehr länger diskreditieren und diskriminieren zu müssen, so wie man es mit allen Glaubensvorstellungen halten sollte, und wie ich es ja auch kann.

Ich lebe ja unsere „freiheitlich Demokratischen Grundordnung“ sehr gerne, und deshalb brauche ich diese Rahmenbedingungen nicht erst abfragen, wie oder wie weit ich eingeschränkt wäre, sondern ich kann mich eher über den großen Raum dieser „freiheitlich Demokratischen Grundordnung“ erfreuen, welche Freiheiten sie mir gibt. Dies liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich mich natürlich auch selbst sehr frei fühle, und mich nicht in einer unterdrückten Gesetzeslage, die gegen mich wäre, ausgesetzt fühle.

Außerdem kann mich in das Verständnis jeder Glaubensvorstellung hinein fühlen, weshalb mich diese rechtlichen Schranken ohnehin nicht berühren. Aber, wenn man einfach keinerlei Verständnis für andere Glaubensvorstellungen entwickelt hat, dann gibt es in unserem Rechtsstaat glücklicherweise Gesetze und Rahmen, die das Gröbste regeln, wenn ein verständliches Miteinander mit der Nächstenliebe zu anderen Menschen und deren Glaubensvorstellungen nicht anders möglich ist.

Weißt Du eigentlich, dass es aus rechtlicher Sicht unserer „freiheitlich demokratischen Grundordnung“ Dir völlig egal sein kann, was in einem (anderen) Gottesbuch drin stehen kann, um von Dir als Religion wie dem Islam, die unter dem Schutz der Religionsfreiheit steht, von Dingen wie dem Islamismus unterschieden werden kann?

Vielleicht sagst Du nun: „Das kann ja gar nicht sein!“, und/oder: „Jetzt antwortet er wieder nicht auf meine gestellten Fragen...!“

Aber es ist ganz anders! Ich bin ja ohnehin einer der wenigen (verbliebenen) hier im Forum, der überhaupt auf Fragen aufrichtig und ehrlich und verständlich richtig antworten kann, und sogar auf alle Fragen antwortet, statt immer mehr neue Lügen- und Hassbeiträge erfinden zu müssen...

Du sagst immer, Du hättest nichts gegen die Muslime, sondern nur gegen ihre Religion. Und das Du gegen die Religion des Islams bist, begründest Du dann immer mit den verschiedenen Zitaten, wie oben.

Nach unserem Recht hat JEDE Religion das Recht, auf gleicher Augenhöhe wie die Christlichen Kirchen angesiedelt zu sein, wenn sie die Kriterien wie Gewähr der Dauer, eine klare Repräsentanz, und wenn Rechtstreue (nur in der Praxis) besteht.

Zum Schutz der Religion darf keine Bekämpfung über die LEHRE wirksam werden, auch nicht die Bekämpfung über die Gesinnung der Gläubigen. Diskutiert und bekämpft werden darf nur die PRAXIS, die wirklich stattgefunden hat, die erfolgt wäre.


Das heißt, dass wenn die Gläubigen des Islams, also die Muslime, in unserer Republik in der Praxis sich nichts zu schulden kommen lassen, (nicht mehr als die Christen, abzüglich der Islamophie), dann handelt es sich um eine schützenswerte Religion auf selber Augenhöhe wie das Christentum, und genießt die gleichen Rechte, einschließlich den vollen Schutz der Religionsfreiheit!




Die Lehre, also die Gesamtheit der Schriften des Islams, spielt überhaupt keine Rolle, um mogelnd am Schutz der Religionsfreiheit vorbei irgendetwas bemängeln zu müssen. Wie also mit Religionen und deren Gläubigen überhaupt umgegangen werden kann, kann allenfalls mit Dialogen erfolgen, und nicht mit Zitaten ihrer Glaubensanschauung, die zur Diskriminierung führen können, welche die Religionsfreiheit und die Menschenwürde der Muslime verletzen könnten.

Dies kann auch gar nicht anders sein, als dass man NUR DIE PRAXIS der Religionsgemeinschaften beleuchten darf, denn sonst könnte man jede Religion oder Glaubensanschauung verbieten lassen, was sich aber laut unserer „freiheitlich demokratischen Grundordnung“ nicht
vereinbaren lässt.

Was nun Deine obigen (aus dem Kontext gerissenen) Zitate betrifft, betrifft eben nur "DIE LEHRE". Und selbst dann, wenn diese Zitate oder ganze Verse noch schlimmer so geschrieben wären, es zählt eben NUR "DIE PRAXIS", ob man im Sinne der Religionsfreiheit diese Religion zu schützen hat oder nicht.

Da es nun also völlig egal ist, was die Zitate aussagen wollen, um die Muslime UND den Islam zu respektieren, ist es nun auch nicht wirklich für dieses Thema von Belang, ob ich Dir eine Antwort zu Deinen Fragen geben sollte oder nicht! Um mit guten Vorbild voran zu gehen, weil ich auch Dir ein gutes Beispiel sein will, wie Religionsfreiheit in unserer „freiheitlich Demokratischen Grundordnung“ funktioniert, erkläre ich Dir Deine Lieblingszitate aus dem Koran deshalb grade nicht...


Deshalb ist dieser Satz: „Das Grundgesetz ist mit dem Islam nicht vereinbar“ völlig abwegig, weil eine Religion mit gar keinen Gesetzen übereinstimmen braucht, wegen unserer „freiheitlichen demokratischen Grundordnung“ und der darin enthaltenen Religionsfreiheit!



Vielleicht wäre es andererseits mal möglich, wenn Du auch schöne Zitate aus dem Koran bringen könntest, die Dir sehr gut gefallen könnten, dann könntest Du die Schieflage duch die obere Waagschale, die hier noch ganz leer ist, hier im Forum mal wieder ausgleichen. Und ich denke, dass man dann bei beiderseitiger Dialogbereitschaft über viel mehr Dinge sprechen könnte, die gerne mal über den normalen Rahmen hinausgingen...


Ich möchte mit einer persönliche Sache fortfahren, wie ich mit anderen Glaubensauffassungen umgehe. Das wäre nun ja auch interessant für Dich, wenn Du Dich nach einer neuen Ausrichtung umsehen müsstest, die Du beginnen solltest, wie es Dein bisheriges Steckenpferd, die Kritik am Islam, ja nicht mehr länger sein sollte:

Ich habe den Islam schon vorher respektiert, auch wenn ich diese Zitate noch gar nicht kannte, und auch keine vernünftigen Antworten auf diese Zitate hatte. Dies ist eben schon auch eine Charaktersache, ob man, wie ich, seinen Nächsten liebt, und sieht wie er an seiner Religion hängt. Und ich werde immer meinem Nächsten die Freiheit gewähren, welche Religion er für wahr hält. Nur wenn ich meinem Nächsten die Gewissheit gebe, dass ich seine Religion NICHT heruntermache, NICHT abwerte, NICHT als unwahr ansehe, sondern wenn ich die Religion meines Nächsten von vornherein genau so LIEBE wie ihn selbst, gebe ich ihm die höchste Menschenwürde, die man hoffentlich haben kann, und wenn dies selten der Fall in dieser Welt sein sollte, dann möchte ich diese schöne Sache auf jeden Fall um mich herum jedem Menschen in meiner Gegenwart gewährleisten können, wenn schon sonst überall so viele Menschen darin so kläglich versagen, oder wenn auch ich selbst keinen Dank oder Anerkennung dafür bekäme.

Viele Menschen sagen es mir, dass sie gerne in meiner Gegenwart sind, und ich sehe es auch den meisten Menschen an, wie sie ständig lächeln und froh sind bei mir. Ich halte es aber auch für möglich, dass nicht jeder in meiner Gegenwart merkt, dass ich ihm mehr Menschenwürde zuerkenne, als er vielleicht sonst wo bekommen kann. Und ich bemerke auch, dass Menschen mit besonders „sündiger“ Seele sich in meiner Nähe sehr unwohl fühlen, wenn sie diese „Sünden“ mir gegenüber zurückhalten wollen, also verstecken wollen. Aber diese Zurückhaltung bräuchten sie nicht, wenn sich diese Menschen in dieser Situation sich mir öffnen könnten, was sie ganz einfach tun könnten, da ich ihnen in diesem Fall überhaupt nichts tun würde, sondern ihnen sofort vergeben könnte. Aber ganz ehrlich, ich habe mich mein Leben lang darum gekümmert, um mir möglichst sehr hohe und lobenswerte Charaktereigenschaften anzueignen, habe mir sogar über ethnische Gebräuche Gedanken gemacht, um noch mehr zu erfahren, um auch anderen Gesellschaften mit besserer Wertschätzung begegnen zu können.

Als ich dies letzte Woche (in dem Thread über die Verleumdung des Landeskriminalamts zum Ziel der Diskriminierung der Muslime durch den Threadersteller) über meine Beschäftigung über die Ansichten von guten Manieren von verschiedenen Ethnischen Gesellschaften gepostet habe, mussten sich andere hier im Forum darüber streiten, ob der Begriff „Ethnie“ belastet ist oder nicht, oder etwas ganz anderes bedeutet oder nicht. Doch ich habe mir mir keinerlei Gedanken darüber gemacht, ob oder um wie viel ich nun besser bin als andere oder nicht, sondern ich habe mir einfach auch das Wissen über ethnische gute Manieren und Gebräuche angeeignet, um meinen Nächsten noch besser zu verstehen, und somit ihm dies noch besser zeigen zu können.

Wenn es eben Gesellschaften gibt, die nicht gut darauf reagieren, wenn man ihnen eine Visitenkarte nur mit einer Hand gibt, statt mit zwei Händen, nur um bei diesem einen Beispiel zu bleiben, dann frage ich mich nicht, was dies für ein Blödsinn ist, sondern ich kann dies eben gut verstehen, und fast immer gefallen mir solche netten wissenswerten Dinge, sie machen mir Freude, wenn ich solche Dinge ganz einfach nachlesen, glauben, und verstehen kann, für ein besseres Miteinander.

Es wird immer noch mehr Dinge geben, die ich bisher noch nicht gelesen habe, und die ich noch immer nicht wirklich weiß, aber da habe ich immer ein offenes Ohr und ein offenes Gefühl, um weitere positive mitmenschliche Dinge kennenzulernen.

Aber dann gibt es diese Schriften, die nur darauf ausgelegt sind, seinen Nächsten NICHT mehr verstehen zu wollen, absichtlich NICHT zu verstehen zu wollen! Und das sind, tut mir Leid, genau diese Dinge, die Du mich da oben in Deinen Zitaten fragst.

Wenn Du wolltest, also wenn Du wirklich wolltest, dann könntest Du Dir solche Unfrieden schaffenden Dialoge sparen. Aber, vielleicht bist Du ja gerade an mich geraten, damit Du selbst mit diesen Dingen Schuss machen kannst, und Frieden darüber finden kannst, wie ich es gerne vorlebe. Das wäre ja auch sehr schön, und deshalb möchte ich Dir jetzt mal meine Herangehensweise empfehlen, wie man keinerlei Schwierigkeiten mit anderen Glaubensanschauungen bekommen kann, wie ich bereits ausgeführt habe.

Versuchen Christen bei einem Bibelstudium, Verse die ihnen bei erster Lesung nicht sofort so munter begegnen, diese durch alle erdenklichen Gedankenexperimente durchzugehen, dass sie diese Verse bei wiederholtem Lesen dann eben doch auch als „Recht“ erkannt werden können? Dies wäre nicht mehr oder weniger die gleiche unabhängige Gedankenleistung, die innerhalb jeder anderen Glaubensanschauung auch erbracht werden könnte, wenn man eben nur wollen wollte.....

Ich kann diese Schwierigkeiten bezeugen, dass sich manche sonst sehr gläubige Christen mit manchen Texten schwer tun, da ich sogar schon studierten Theologen und Religionslehrern dabei geholfen habe, Texte aus der Bibel zu verstehen, die sie sonst nicht verstehen konnten, und sich von solchen Versen wegen ihrer Missverständnisse distanzieren wollten, was ihnen ja nicht gut tat. Somit wird es noch sehr viele Christen geben, die manche Verse nicht gutheißen, aber trotzdem über diese hinwegsehen. Das Gleiche sollte man Muslimen zugestehen können, oder?


Ansonsten gebe ich Dir die Antwort zum Unterschied zwischen Islam und Islamismus: Der Islam beinhaltet die LEHRE, und der Islamismus beinhaltet eine Form in der PRAXIS. Diese Form in der Praxis, und die ist zur Zeit terroristisch, muss bekämpft werden, ohne (wichtig!) dabei die Lehre, die Religion, anzugreifen!

Weil man eine Religion immer zu schützen hat, weil man NICHT die LEHRE diskriminieren darf, gibt es den Unterschied zwischen LEHRE und PRAXIS. Deshalb darf man in unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung nicht den Islam kritisieren oder bekämpfen, sondern nur den ISLAMISMUS.

Und da wären wir uns einig, dass wir den ISLAMISMUS kritisieren und bekämpfen sollten. Aber bitte überschreibe nicht die Grenze zur Religion des Islams. Dies mag für Dich neu sein, dass dies die Unterschiede sind, und vielleicht auch schwierig sein, wie Dein Kampf gegen den Islamismus dann ausfallen soll. Aber schaue mich an, ich kann es ja auch, und ich habe genügend Beiträge über die Bekämpfung des Islamismus geschrieben.

Mein Schlusswort für diesen langen Beitrag hier:


Ich glaube, dass die Lösung der geschilderten Probleme in der Gesellschaft langfristig nicht mit der „Islamisierung“ der Debatte zum Miteinander führt, sondern wir sollten über das Zusammenleben reden, wie die junge Generation von Muslimen und Emigranten bei uns ohne Diskriminierung bei uns leben kann, bei Beachtung unserer „freiheitlichen demokratischen Grundordnung“. Und wir sollten soviel Religionsdiskussionen wie nur möglich aus diesem Bemühen um ein Miteinander herausnehmen, weil Diskussionen um die einzig wahre Religion in einem säkularen Staat, vor allem wenn man fähig ist die „Religionsfreiheit“ in unserer „freiheitliche demokratische Grundordnung“ beachtet, nichts zu suchen hat.


Noch etwas zur Liebe: Ich finde es schön, dass die größte Brücke, die seit Jahren stattfindet, die interreligiösen und ökumenischen Beziehungen sind, und je mehr es davon gibt, Juden heiraten Christen, Christen heiraten Muslime usw., desto mehr wird der Alltag uns dazu zwingen, die Brücken zu bauen, die die Liebe anscheinend viel leichter bauen kann.

Gunnar, denke doch auch mal mehr an die Liebe, grade heute an einem so schönen Sonntag im Mai!

Mitleser

ist richtig gerne hier

  • »Mitleser« ist männlich
  • »Mitleser« wurde gesperrt

Beiträge: 165

Registrierungsdatum: 15. November 2014

Danksagungen: 8

  • Nachricht senden

9

Sonntag, 17. Mai 2015, 09:24

Gunnar, denke doch auch mal mehr an die Liebe, grade heute an
einem so schönen Sonntag im Mai!

*kicher*

Safira

Glänzt durch große Aktivität hier. ;)

Beiträge: 3 749

Danksagungen: 121

  • Nachricht senden

10

Sonntag, 17. Mai 2015, 10:26

Zitat

Noch etwas zur Liebe: Ich finde es schön, dass die größte Brücke, die seit Jahren stattfindet, die interreligiösen und ökumenischen Beziehungen sind, und je mehr es davon gibt, Juden heiraten Christen, Christen heiraten Muslime usw., desto mehr wird der Alltag uns dazu zwingen, die Brücken zu bauen, die die Liebe anscheinend viel leichter bauen kann.


Eine Ex von mein Sohn, hat gerade geheiratet in einer Moschee und ist Konvertiert zum Islam! *liebe* *liebe*

Der Typ ( Salafist ) hat alle Schulden von ihr behaglichen, jetzt lernt sie den Koran!

Sie ist deutsche und blond, schlank und hübsch, sowie psychisch angeknackst ( Borderlinerin )

Was so alles möglich ist auf dieser Welt! *ggg*
Menschen sollen so sein, wie sie sind und nicht durch Regeln so eingeschränkt werden, dass ihr Leben nicht lebenswert ist.

Mark

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Mark« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 940

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2014

Danksagungen: 21

  • Nachricht senden

11

Montag, 18. Mai 2015, 22:59

Ich finde es schön, dass die größte Brücke, die seit Jahren stattfindet, die interreligiösen und ökumenischen Beziehungen sind, und je mehr es davon gibt, Juden heiraten Christen, Christen heiraten Muslime usw.

Und wie leben diese Paare in der Praxis miteinander am Freitag, Samstag oder Sonntag?
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (Artikel 5 Grundgesetz)

Q and A

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Q and A« ist männlich

Beiträge: 817

Registrierungsdatum: 4. Januar 2015

Danksagungen: 69

  • Nachricht senden

12

Dienstag, 19. Mai 2015, 11:24

Ich finde es schön, dass die größte Brücke, die seit Jahren stattfindet, die interreligiösen und ökumenischen Beziehungen sind, und je mehr es davon gibt, Juden heiraten Christen, Christen heiraten Muslime usw.
Und wie leben diese Paare in der Praxis miteinander am Freitag, Samstag oder Sonntag?
Lieber Mark!

Du sprichst die speziellen Feiertage an, deshalb wäre es zynisch von mir, wenn ich Dir einfach nur geantwortet hätte: "Nicht nur an diesen Tagen werden sie sich lieben!"

Trotzdem scheit es ja doch so zu sein, dass es die Liebe schafft, diese Brücken zu bauen, und zwar immer häufiger. Sogar die "Evangelische Allianz" hat sich über die vergangenen Jahrhunderte im Orient als positives Beispiel herausgestellt, von dem man in Europa noch einiges an Liebe lernen könnte:

Christen und Muslime leben zusammen - Deutsche Evangelische Allianz



Mark

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Mark« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 940

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2014

Danksagungen: 21

  • Nachricht senden

13

Dienstag, 19. Mai 2015, 12:35

Dein Artikel hat nichts mit meiner Frage und deinem vorherigen Beitrag zu tun. Da ging es um Ehepaare mit Partnern verschiedener Religionszugehörigkeit, bei dem Artikel der Ev. Allianz um das nachbarliche Zusammenleben. In dem Haus, in dem ich wohne, sind auch Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit zuhause. Aber das berührt nicht die eheliche Gemeinschaft der Bewohner der jeweils anderen Wohnung.
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (Artikel 5 Grundgesetz)

Q and A

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Q and A« ist männlich

Beiträge: 817

Registrierungsdatum: 4. Januar 2015

Danksagungen: 69

  • Nachricht senden

14

Dienstag, 19. Mai 2015, 13:10

Dein Artikel hat nichts mit meiner Frage und deinem vorherigen Beitrag zu tun. Da ging es um Ehepaare mit Partnern verschiedener Religionszugehörigkeit, bei dem Artikel der Ev. Allianz um das nachbarliche Zusammenleben. In dem Haus, in dem ich wohne, sind auch Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit zuhause. Aber das berührt nicht die eheliche Gemeinschaft der Bewohner der jeweils anderen Wohnung.

Lieber Mark1

Da hast Du Recht! Da ist mir wohl ein Fehler unterlaufen, ohne dass dies mir gleich aufgefallen ist. Aber schön, ich reagiere auf solche Hinweise sehr gerne, und es freut mich, wenn diese Artikel auch sehr genau gelesen werden! :)

In meinem ersten Artikel ging tatsächlich nur um ein Miteinander, und nicht um Partnerschaften wie Ehe, was aber auch ein schöner Artikel war, trotzdem doch, oder?

Zwar wird es viel mehr Partnerschaften in Form von Miteinander als "interreligiöse" Ehen geben, aber wie ich entdecken konnte, gibt es da schon sehr positive Zahlen, und auch sehr positive Gutheißungen von allen christlichen Kirchen, die sich sehr positiv zu den "interreligiösen" Ehen geäußert haben!

Hier habe ich gleich mal zwei solche schönen Artikel gefunden:


www.ekiba.de/html/media/dl.html?i=15347





http://www.bayern-evangelisch.de/downloa…ng-neu-2014.pdf





*blume*

Mark

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Mark« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 940

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2014

Danksagungen: 21

  • Nachricht senden

15

Dienstag, 19. Mai 2015, 13:22

Da hast Du Recht! Da ist mir wohl ein Fehler unterlaufen, ohne dass dies mir gleich aufgefallen ist. Aber schön, ich reagiere auf solche Hinweise sehr gerne, und es freut mich, wenn diese Artikel auch sehr genau gelesen werden! :)
Immerhin sind wir da mal einer Meinung. :)

Zwar wird es viel mehr Partnerschaften in Form von Miteinander als "interreligiöse" Ehen geben, aber wie ich entdecken konnte, gibt es da schon sehr positive Zahlen, und auch sehr positive Gutheißungen von allen christlichen Kirchen, die sich sehr positiv zu den "interreligiösen" Ehen geäußert haben!
Dass alle christlichen Kirchen (oder Gemeinden) das gutheißen, dazu fehlt mir der Glaube. Und die mir aus der Praxis bekannten Fälle sind auch keine Werbung dafür.

Zu dem ekiba-Artikel: Richtig, es gibt keine statistische Erfassung darüber, ob ein Ehepartner Moslem ist. Es gibt aber auch bei den Christen oft keine statistische Erfassung. Statistisch erfasst nach Religionszugehörigkeit werden vom Staat nur diejeinigen, die Mitglied in einer kirchensteuererhebenen Religionsgemeinschaft sind. Somit fallen die Angehörigen aller ismalischen Konfessionen statistisch unter den Tisch, auch die Angehörigen aller Freikirchen (Baptisten zum Beispiel). Es gibt also keine verlässliche Aussage darüber, welchen Anteil interreligiöse Ehen bei den Ehepaaren insgesamt haben. Möglicherweise werden als interreligiöse Ehen auch Paare aus Katholiken und Protestanten geführt. Dabei sind sie lediglich interkonfessionell.
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (Artikel 5 Grundgesetz)

Mark

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Mark« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 940

Registrierungsdatum: 3. Oktober 2014

Danksagungen: 21

  • Nachricht senden

16

Dienstag, 19. Mai 2015, 13:42

Zu der bayerisch-evangelischen Broschüre:

Es ist ganz gut, dass Menschen, die jemanden aus einer anderen Religionszugehörigkeit heiraten wollen, eine Anleitung bekommen, um zu prüfen, inwieweit inhaltliche Unterschiede zum eigenen Glaubensverständnis bestehen, die möglicherweise nicht überbrückt werden können. Man sagt ja "Liebe macht blind", und da ist es ganz gut, sich diese Dinge mal ganz nüchtern anzusehen. Ich habe die Broschüre jetzt nicht komplett durchgelesen, habe aber den Eindruck, dass sie eine gute Hilfestellung für Menschen sein kann, die einen Moslem heiraten wollen. Gut finde ich, dass diese Kirche hier auch Grenzen setzt, so wie diese:

Zitat

Eine Veränderung des Kirchenraumes, etwa die zeitweilige Entfernung von Bildern und Kreuzen, kommt in keinem Fall in Frage. Es ist ebenfalls nicht angebracht, christliche Glaubensaussagen, die dem Islam widersprechen – zu denken ist z. B. an das Bekenntnis zum dreieinigen Gott – wegzulassen.

Noch ein interessantes Detail aus dieser Broschüre:

Zitat

Es gibt für die im Islam praktizierte Beschneidung der Knaben keine koranische Begründung und keine religiöse Notwendigkeit.
Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. (Artikel 5 Grundgesetz)

Q and A

Ist sehr oft hier zu finden

  • »Q and A« ist männlich

Beiträge: 817

Registrierungsdatum: 4. Januar 2015

Danksagungen: 69

  • Nachricht senden

17

Dienstag, 19. Mai 2015, 14:56

Was ist der Unterschied zwischen "islamisch" und "islamistisch"?

Folgende herauskopierte Erklärung habe ich für diesen Thread recht gut gefunden von der "Christlich-Islamischen Gesellschaft e.V":


Was ist der Unterschied zwischen islamisch und islamistisch?




Was ist der Unterschied zwischen islamisch und islamistisch?

„Islamisch“ bedeutet „auf den Islam bezogen“. Man spricht z.B. von islamischer Glaubenslehre, islamischem Verhalten, islamischer Kunst, von islamischen Staaten usw. Menschen bezeichnet man allerdings nicht als islamisch, sondern entweder als muslimisch oder als Muslime.

Falsch ist es allerdings, Angehörige des Islams (also Muslime) als „Islamisten“ zu bezeichnen. Zwar bedeutet „Islamist“ im Deutschen seit langer Zeit „Islamwissenschaftler“ (die Islamwissenschaft oder Islamistik ist eine an mehreren deutschen Universitäten gelehrte Wissenschaft, die sich mit dem Islam beschäftigt) – allerdings hat seit etwa 20 Jahren die Bezeichnung „Islamist“ einen völlig andere Bedeutung bekommen, und diese wird durch die Massenmedien tagtäglich weiterverbreitet, wobei dies oft sehr undifferenziert geschieht.

Mit „Islamisten“ meint man jetzt Muslime, die eine modernistische politische Ideologie – den Islamismus – vertreten, nach der bereits aus dem Koran und der Sunna (der auf Muhammad und seine Gefährten zurückgeführten Überlieferung) ein vollkommener islamischer Staat abgeleitet werden könne, in dem alles nach dem göttlichem Gesetz, der Scharia, geregelt sei. Muslime, die dieser politische Überzeugung anhängen, bezeichnen sich selbst als Islamisten. Es gibt allerdings sehr unterschiedliche Strömungen im islamistischen Bereich, wobei die meisten eher friedliche Methoden zur Umwandlung der bestehenden (meist undemokratischen) Systeme in muslimischen Ländern in ein islamisches System befürworten. Tatsächlich gibt es auch unduldsame Islamisten, die einen Umsturz mit Gewalt befürworten bis hin zur Billigung terroristischer Methoden.

Obwohl es im Koran praktisch keine staatsrechtlichen Bestimmungen gibt, entstand in neuerer Zeit die Vorstellung vom „Islamischen Staat“. Muhammads kleiner Stadtstaat in Medina, also die Urgemeinde des Islam, wird von islamischen Ideologen als Modell betrachtet, an dem sich auch heutige islamische Länder zu orientieren haben. Abgesehen von den Schwierigkeiten, aus den Gegebenheiten eines kleinen Gemeinwesens des 7. Jahrhunderts n.Chr. eine Staatstheorie für heutige islamische Länder oder gar für ein Weltreich mit einem Kalifen als Oberhaupt abzuleiten – gibt es heute keine Staaten, die einem solchen Modell entsprechen würden. Das Königreich Saudi-Arabien und die Islamische Republik Iran, obwohl in ihrer politischen Struktur gänzlich verschieden, beanspruchen beide, islamische Staaten im eigentlichen Sinne zu sein. Eine „islamistische“ Ideologie ist allerdings eher im Iran maßgebend, während Saudi-Arabien eine Monarchie ist, in der die Macht auf der Zugehörigkeit und Loyalität zur Königsfamilie basiert. Zweifellose sind aber beide Staaten ebenso wie die Türkei, Marokko oder Indonesien „islamisch“ geprägte Länder.

*blume*


Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht das für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst wünscht.
Islam, Ausspruch des Propheten Muhammad (Hadith)


Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.
Christentum, Evangelium nach Matthäus 7:12

*blume*

Rerettek

unregistriert

18

Dienstag, 19. Mai 2015, 16:49

Was ist der Unterschied zwischen "islamisch" und "islamistisch"?



Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht das für seinen Bruder wünscht, was er für sich selbst wünscht.
Islam, Ausspruch des Propheten Muhammad (Hadith)





Ist dass nicht auch aus dem Zusammenhng gerissen?

Sind doch Deiner Meinung nach Zitierte Koranverse immer aus dem Zusammenhang gerissen!
Dieser wohl nicht!? :thumbdown:

Werden doch Weltweit die Christen am meisten diffamiert und getötet.
Bei uns wird kritik am Islam fast immer als Islamophob bezeichnet. Auch von dir.
Das ist beleidigend und geht am Thema vorbei.
Kritik am Islam hat nicht Grundsätzlich mit einer Phobie zu tun. Dieser Begriff wird sehr gerne von solchen wie dir verwendet um andere zu diskreditieren oder versucht in die rechte Ecke zu stellen.
Das ist meiner Meinung nach dumm und zeugt von intolleranz andersdenkender. Wird doch diese tolleranz immer von euch eingefordert, bringt sie aber selbst nicht.
Meinungsfreiheit ist uns noch per Grundgesetz gewährt und hat mit Phobie nichts zu tun!
Du hast wenn ich diesen Begriff erweitere eine Islamophobiephobie. Auch das ist eine Beleidigung.
Die ist aber nicht so gemeint. Solltes auch du mit diesen Begriffen sorgsam umgehen wenn du nicht andere beleidigen willst.

Und kritik am Islam ist sehr wohl berechtigt.
Werden doch in Ländern wie Saudie Arabien und nicht nur dort, und das hat nichts mit Islamismus zu tun, Menschenrechte mit Füßen getretten.
Das ist der Islam mit der Scharia.
Das wird auch von den hier ansässigen Moslems so wie es scheint tolleriert, da in den Medien keine kritik gegen dieses System von den Moslems hierzulande zu hören ist. Und wenn ist es nur ein flüstern.

Sorry aber dafür habe ich keinerlei Verständnis.

Es haben sich bereits 2 registrierte Benutzer bedankt.

Benutzer, die sich für diesen Beitrag bedankt haben:

Mark (19.05.2015), gengel (17.08.2016)

Kai

ist richtig gerne hier

Beiträge: 328

Danksagungen: 9

  • Nachricht senden

19

Dienstag, 19. Mai 2015, 17:23

Da ist kein Zusammenhang. Das ist Hadit Nr. 13. Da steht nicht mehr. Was aber nicht heißt, dass Mohammed diesen einzelnen Satz isoliert gesagt hat.
Ich kann es nicht allen rechtmachen.

Kai

ist richtig gerne hier

Beiträge: 328

Danksagungen: 9

  • Nachricht senden

20

Dienstag, 19. Mai 2015, 17:26

"Obwohl es im Koran praktisch keine staatsrechtlichen Bestimmungen gibt, ..."

Da bin ich anders informiert. Im Gegenteil sollen Religion und Staat eins sein im Islam. So wie im Katholizismus im Mittelalter.
Ich kann es nicht allen rechtmachen.

Verwendete Tags

Islam, Islamismus

Counter:

Hits gesamt: 9 651 295 | Klicks gesamt: 11 401 119 | Gezählt seit: 21. August 2013, 07:24