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Religion und Glaube: Christentum vs. Islam

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Holzmichel

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Freitag, 2. Januar 2015, 16:51

Merkwürdiger Zettel...
»Holzmichel« hat folgendes Bild angehängt:
  • IMG-20150102-WA0001.jpg

Karel

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Freitag, 2. Januar 2015, 18:14

zu dumm, dass der Text nicht auf Arabisch und Türkisch dabeisteht

Singender Taxifahrer

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Dienstag, 6. Januar 2015, 01:55

Auch abgehende Winde stellen im Islam ein Problem dar.

Der Islam ist uns wissenschaftlich weit voraus. Oder kennt jemand hier ähnlich wichtige und detaillierte wissenschaftliche Abhandlungen über --- Furze und ihre Folgen?

„Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.“ (George Orwell)

Happy Pingu

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Dienstag, 6. Januar 2015, 08:00

Muslim betet mit Christen für einen Pfarrer



Tut es einem eigentlich nicht in der Seele weh, wenn es solche Threads gibt, in denen Glaubensvorstellungen von anderen Menschen negativ dargestellt werden, oder gehört man selbst gerne dazu, mit Freude andere Glaubensvorstellungen zu stören, die nicht die eigenen sind, und vermeintlich vergiften zu müssen?

Oder sei dieser Thread eher besorgt um den Islam, wenn man das bisherige in "positiver Lesart" lesen kann?


Nun, könnte dieser "merkwürdige Zettel" eines vorhergehenden Beitrags eher nur ein Ausdrucks einer Mutmachung von Muslims an Muslims gewesen sein, um damit mancher gefühlter Unterdrückung von Muslims gegenzusteuern, und diese aufgeschriebenen Verallgemeinerungen ins ad absurdum aufgelöst werden sollten? Kann man sich auch als Christ oder als Nicht- oder Andresgläubiger in dieses "Unterdrückungs-Szenario" hineindenken, der zu diesem "merkwürdigen Zettel" führte, der wahrscheinlich bei einem islamischen Treffpunkt ausgehängt wurde?

Nun, es gibt wahrscheinlich immer mal kleinere ironische Ausreißerchen, die man machen darf, die man auch wieder glätten kann, wenn es nötig wäre. Immerhin wurde im "Furz-Video" ja vermeintlich recherchiertes Fachliches berichtet, was noch im Konsensbereich der Nächstenliebe gewertet sein könnte... Aber, könnte dieser nachfolgende Beitrag und mein anschließender Scherz vielleicht zusätzlich hilfreich sein, um auch solche kleinen Ausreißerchen sowohl auszubügeln, als auch in Frage zu stellen?


Sollte deshalb in diesem Thread etwas mehr Ausgewogenheit angedeihen, um auch positive Christlich-Islamische Beispiele zu zeigen, die sich nicht auf Pausenhöfen oder anderern Kriegsschauplätzen abspielen können?

Dazu habe ich mal dieses schöne Beispiel hier gefunden:

Zitat

Gottes Segen von einem Muslim für einen Pfarrer?

Kann ein Muslim den Segen Gottes für einen evangelischen Pfarrer erbitten? Dazu gibt es kirchenrechtlich keine Einwände.

Dürfen Muslime bei der Einsetzung eines Pfarrers in ein neues Amt mitwirken?

Diese Frage stellt sich in Mittelfranken, nachdem Pfarrer Lutz Domröse einen muslimischen Freund zum Assistenten für seine Installation in Schwabach bei Nürnberg wählte.

Wie die vier anderen Assistenten und der den Gottesdienst leitende Dekan Klaus Stiegler hatte der Muslim, der in Nürnberg islamischen Religionsunterricht erteilt, ein Segenswort zu sprechen und durch Handauflegung den Segen Gottes zu erbitten.

Nach Aussage Domröses sei es ein „an die Bibel angelehntes Wort über den guten Hirten“. An der Bitte um den Segen habe sich der Freund beteiligen können, weil Gottes Segen unabhängig von dem Menschen gelte, der ihn erteile.

Nach Aussage des Sprechers der bayerischen Kirchenleitung, Johannes Minkus (München) gibt es keine kirchenrechtlichen Einwände, wenn ein Muslim bei der Einführung eines Pfarrers assistiere.


Hier hat ein Pfarrer also fünf Freunde ausgewählt, die ihm Segensworte für ein neues Amt aussprechen sollten. Einer der fünf Personen war ein bekennender Muslim, der sogar islamischen Religionsunterricht erteilt. Die Zeremonie fand so statt, dass der Reihe nach diese fünf Personen per Handauflegung (wahrscheinlich auf die Schulter des Pfarrers) ihre Segensworte gesprochen, und den Segen Gottes für den Pfarrer erbeten haben, oder?

Ein schönes Miteinander-Beispiel, wie es hoffentlich noch öfter zu sehen sein wird.

Ist dies nicht ein vorbildliches Beispiel, was zeigt, dass es miteinander viel schöner ist, und man nicht bei jeder Gelegenheit den „Pausenhof-Rowdy“ wie aus einer Berliner Problemschule spielen muss?


Zu solchen vermeintlichen Christen, die diesen leider vermehrt gesellschaftlich anerkannten und beklatschten „Pausenhof-Rowdy“ geben, und sich grade noch um Gebote wie „Furze in einer Moschee“ am „anderen Glauben“ erhellen können, mögen diese Freunde des Pfarrers glücklicherweise nicht gehört haben.

Da dieses „Furz-Video“ bestimmt keinen einzigen Furz ausgelassen hat, was es über „Furze im Islam“ zu berichten gibt, sollte ich noch diesen kurzen „Furz-Spaß“ anmerken:

Sollte es widererwartend bei dieser schönen obigen Zeremonie bei den Segensworten zufällig viele schallende und zu schnuppernde Furze gegeben haben, wird es wohl eher nicht der Muslim gewesen sein, sondern einer der „Christen“, den es nicht überhaupt nicht weiter störte, nicht wahr?


LG

Singender Taxifahrer

Gunnar als normaler Diskussionsteilnehmer

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Dienstag, 6. Januar 2015, 15:41

wenn es solche Threads gibt, in denen Glaubensvorstellungen von anderen Menschen negativ dargestellt werden,

Mutwilliges und wahrheitswidrige Negativdarstellungen anderer Ansichten lehne ich auch scharf ab. Eine sachliche Darstellung von tatsächlichen Gegebenheiten dagegen muss erlaubt sein. Und es ist nachprüfbare Tatsache, dass die erwähnten Dinge im Islam wirklich so unfreiwillig komisch reglementiert sind. Der Gott an den wir Christen glauben, sieht in unser Herz und riecht nicht an unseren Fingern. Jesus hat deutlich gesagt, dass wir und nicht durch Dinge verunreinigen, die von außen kommen, sondern durch das, was wir reden.

oder gehört man selbst gerne dazu, mit Freude andere Glaubensvorstellungen zu stören, die nicht die eigenen sind, und vermeintlich vergiften zu müssen?

Wenn jemand Gift als "Gift" darstellt, vergiftet der dann irgendwelche Glaubensvorstellungen? Ist jemand, der Faschismus als solchen bezeichnet, selbst ein Faschist?

Oder sei dieser Thread eher besorgt um den Islam

Was ist DER Islam? Die Gesamtheit der Lehren Mohammeds und des (auch von ihm verfassten) Korans? Dann sollte man den Islam auch daran messen, den Koran und die wichtigsten heiligen Schriften des Islams selbst auf ihren Inhalt hin prüfen und dann urteilen, was Mohammed von seinen Nachfolgern erwartet hat. Und ob dieser Mann ein Friedefürst oder doch eher ein grausamer Kriegsherr war. Trifft aber das Zweite zu, dann muss ich um den Islam ebneso besorgt sein wie um die Nazi-Ideologie.

Nun, könnte dieser "merkwürdige Zettel" eines vorhergehenden Beitrags eher nur ein Ausdrucks einer Mutmachung von Muslims an Muslims gewesen sein, um damit mancher gefühlter Unterdrückung von Muslims gegenzusteuern, und diese aufgeschriebenen Verallgemeinerungen ins ad absurdum aufgelöst werden sollten?

Ich vermute, dass dieser Zettel als Diffamierung von Muslimen von einem Moslemhasser geschrieben wurde, denn zu soviel Selbstironie sind gerade gläubige Muslime nicht in der Lage. Das prägende Lebensgefühl der meisten (praktizierenden) Muslime ist (oft überhöhter) Stolz, Nationalismus, Kampfesgeist, Angst vor der Hölle. Die Liebe als etwas Eigenständiges kommt im Islam nicht vor. Musik ist per se verboten ebenso wie Hunde und andere Haustiere, wenn sie nicht der Ernährung dienen. Selbst Blindenhunde sind im Islam verboten. Das Musikverbot wird gerne umgangen, indem gerappt wird, also nur rhythmisch ohne Melodie Texte (meist sehr aggresiver Art) wiedergegeben werden.

Immerhin wurde im "Furz-Video" ja vermeintlich recherchiertes Fachliches berichtet

Wer sich mal mit Fatwas beschäftigt, hat noch viel mehr zu lachen (wenn er dabei nicht gerade von Übelkeit übermannt wird).

Dürfen Muslime bei der Einsetzung eines Pfarrers in ein neues Amt mitwirken?

Nach meiner Sicht eindeutig ja, denn die evangelische Kirche hat das Evangelium eh schon längst verraten.
Aus Glaubessicht ist das aber völlig ausgeschlossen, denn in der Bibel wird klar gesagt, dass Gemeindeleiter von Männern bestimmt werden sollen, die "voll des Heiligen Geistes" sind. Muslime aber sind gemäß´ihrer eigenen Ideologie genau das nicht. Sie verneinen ja schon die pure Existenz des Geistes Gottes. "Allah" ist für sie ein ferner, unnahbarer Gott, der selbst nicht liebt, sondern nur groß und mächtig ist. Und alle bestraft, die sich ihm nicht unterwerfen. Im Gegensatz zur Bibel ist im Koran oder bei Mohammed nie die Rede von Mitgefühlen dieses Gottes.

"Allah" und der "Vater im HImmel" beziehungsweise "Der Vater Jesu Christi" sind zwei völlig verschiedene Dinge. Es stimmt eben sachlich nicht, dass "alle monotheistischen Religionen" automatisch denselben Gott meinen, zu dem sie beten. Wie kann denn der Gott der Muslime, der seine Anhänger dazu aufruft, alle "Ungläubigen", die Gott einen Sohn "zugesellen" zu vernichten und in die Hölle zu bringen derselbe Gott sein, von dem Jesus redet, der "kein Gefallen am Tode der Gottlosen hat" und der "ein Gott der Mitgefühle" ist und der aus purer Liebe sogar seinen eigenen Sohn in diese gefallene Welt gesandt hat (haben wir gerade als "Weihnschten" gefeiert)?
Das ist völlig unlogisch und aus der Luft gegriffen, Friedensbeteuerungen hin oder her. Jeder, der von so kuscheligen Friedensbeteuerungen hingerissen ist, sollte es einfach mal versuchen und vor genau diesen Muslimen klar bekennen, was das evangelische Glaubensbekenntnis aussagt. Die Ablehnung oder das eisige betretene Schweigen auf der anderen Seite oder gleich laute Empörung werden nicht lange auf sich warten lassen, denn das sind Aussagen, die kein gläubiger Moslem ertragen kann, weil seine Imame ihm etwas ganz Anderes lehren. In JEDER muslimischen Richtung. Auch in den "moderaten".

Nur solange man inhaltslos herumschwafelt und oft genug das Wort "Toleranz" einwirft, kann man sich der Zustimmung der Muslime sicher sein.

Wer hat übrigens schon mal gesehen, dass ein praktizierender Moslem eine Bibel geküsst hat?

hatte der Muslim, der in Nürnberg islamischen Religionsunterricht erteilt, ein Segenswort zu sprechen und durch Handauflegung den Segen Gottes zu erbitten.

Sicherlich ein angenehm friedliches Szenario, solange der Betrachter weder ein Christ noch ein Moslem ist. Solange man von dem Dogma ausgeht, das beide Glaubensrichtungen denselben Gott anbeten. Genau das aber ist nachweislich nicht der Fall. Was man schon an den Früchten sehen kann.

Ist dies nicht ein vorbildliches Beispiel, was zeigt, dass es miteinander viel schöner ist, und man nicht bei jeder Gelegenheit den „Pausenhof-Rowdy“ wie aus einer Berliner Problemschule spielen muss?

Friedliche Diskussion, ja. Beliebige Vermischung? Nein, auf keinen Fall. Es fällt doch immer auf, dass es ausschließlich die "Christen" sind, die bei solchen Gelegenheiten Teile ihres Glaubens verleugnen (siehe "Kuss auf das heilige Buch der Anderen"), um eines falschen Friedens willen. Ein Frieden, bei dem der Christ die Gottessohnschaft Jesu verleugnet wird natürlich von Muslimen begrüßt und goutiert. Ein glaubwürdiger Frieden wäre es allerdings nur, wenn der Christ sich zu seinem Glauben auch vor dem Moslem vollinhaltlich bekennen dürfte ohne dafür als "ungläubig" hingestellt zu werden.

Nun könnte der Einwand kommen, dass gläubige Christen Andersgläubige ja ebenfalls als "ungläubig" bezeichnen. Ja, das stimmt. Anders als im Islam bedeutet diese Einstufung aber keinen faktischen Freibrief, diese Menschen zu benachteiligen oder zu verfolgen. Geschweige denn zu töten. Sie bedeutet vielmehr, diese Menschen möglichst zu Jesus hin zu lieben. Ihnen ihre Sünde nicht anzurechnen. Das Endurteil über diese Menschen Gott selbst zu überlassen.

Es ist zwar sehr schade, aber eigentlich auch nicht anders zu erwarten, dass eine solche Differenzierung in der öffentlichen Debatte verweigert wird. Die hierzulande vom Humanismus geprägte Meinungshoheit ist eben von der Ringparabel und vom faktischen Atheismus bestimmt, der dazu führt, dass man oft genug alle Religionen in einer einzigen Schachtel verortet und nicht mit Unterscheidungen anfangen will, die man pauschal für gefährlich hält.

Meine Grundeinstellung ist also diese: Wenn jemand die Religionen korrekt beurteilen will, darf er sich nicht scheuen, deren Inhalte direkt zu vergleichen, anhand der jeweiligen "heiligen Schriften". Wer sich einem solchen Vergleich verweigert, ist meines Erachtens nicht ehrlich gegenüber der Realität.

Ebenso jene, die sich weigern, die oft grausamen Zustände in muslimischen Staaten zur Kenntnis zu nehmen und über das "Warum" nachzudenken.

All diese Ausführungen haben nicht mit "Rassismus", "Fremdenfeindlichkeit", "Islamfeindlichkeit", "Xenophobie", "Islamophobie" und solchen Dingen zu tun. Es ist einfach nur eine rationale Auseinandersetzung mit den verschiedenen Religionen und ihren Inhalten. Ohne irgendwelche Boni.

Gunnar
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Silas

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Dienstag, 6. Januar 2015, 18:05

Glaubensvorstellungen von anderen Menschen negativ dargestellt werden
Wenn du damit den Islam meinst, dann bitte sag mal, was an der Lehre von Mohammed gut sein soll.

Andreas

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Dienstag, 6. Januar 2015, 19:03

Ein schönes Miteinander-Beispiel, wie es hoffentlich noch öfter zu sehen sein wird.
Von welchen Göttern erhofft sich dieser Pfarrer seinen Segen?

Ein vergleichender Blick in die Bibel und in den Koran machen schnell deutlich, das darin zwei verschiedene Personen als Schöpfer der Welt beschrieben werden. Das sehen sowohl überzeugte Christen als auch überzeugte Moslems so. Der Christ sagt: Gott hat einen Sohn, nämlich Jesus Christus. Der Moslem sagt: Allah hat keinen Sohn.

Wenn der Pfarrer die Bibel ernstnimmt, muss er von seinem moslemischen Freund konsequenterweise erwarten, dass dieser auch von Gott den Segen erbittet (Zehn Gebote: Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.). Damit bringt er aber seinen Freund in große Schwierigkeiten, denn dieser darf als Moslem ausschließlich Allah anbeten.
Wenn möglich lebe ich mit allen Menschen in Frieden.

Prinz

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 13:22

Auf islamischen Seiten ... ist nie von Gott die Rede, sondern ausschließlich von Allah.
Gut zu wissen. Danke!
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Q and A

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 13:39

Auf islamischen Seiten ... ist nie von Gott die Rede, sondern ausschließlich von Allah.
Da kann ich helfen: Auch in allen Bibeln, welche für arabisch sprechende Christen in arabischer Sprache herausgegeben sind, steht jedesmal "Allah", wenn damit das deutsche Wort "Gott" gemeint ist.

"Gott" wird also in arabisch "Allah" genannt, und deshalb verwenden auch arabische Christen das Wort "Allah" für "Gott", so wie es geschrieben steht.

Thomas

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 14:26

Ich muss da mal was klarstellen: Das war eine deutschsprachige Homepage. Demnach ist Gott eben nicht Allah.

Wer sagt denn dir, dass nicht fehlerhafte Übersetzungen arabischer Bibeln im Umlauf sind?

Nur mal angenommen, arabische Christen würden bei der Anbetung Gottes das Wort "Allah" verwenden: Was würde ein Moslem, der das hört, denken? Dass er auch Moslem ist. Das islamische Glaubensbekenntnis besteht darin, dass wer "Allah" anbetet, Moslem ist. So ist es also undenkbar, dass ein Christ das Wort "Allah"in den Mund nimmt, wenn er Gott anbetet.
Was politisch korrekt ist, steht im Grundgesetz: Es ist die Meinungsfreiheit.

Q and A

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 15:01

So ist es also undenkbar, dass ein Christ das Wort "Allah"in den Mund nimmt, wenn er Gott anbetet.
Lieber Thomas!

Es gibt einfach verschiedene Sprachen, und deshalb hat man in jeder Sprache eine andere Wortschöpfung für das Wort "Gott"! Jeder arabische Christ verwendet deshalb ganz selbstverständlich das Wort "Allah". Sollte denn Deiner Meinung nach ein arabisch sprechender Christ die deutsche Sprache lernen, nur um das Wort "Allah" nicht mehr aussprechen zu dürfen, weil für Dich das Wort "Allah" ein undenkbares Wort für einen Christen zu sein scheint, obwohl es nichts anderes als "Gott" auf arabisch heißt?

Was meinst Du denn, was man unter "Allah" anderes als "Gott" verstehen könnte? Heißt nicht auch umgekehrt die Übersetzung von "Allahu Akbar" auf deutsch "Gott ist groß" oder so ähnlich?

Vielleicht sind Dir andere, verzerrte, und falsche Dinge über das Wort "Allah" gesagt worden, die einfach nicht stimmen. Gut, dass Du nachgefragt hast, und dass man anderslautende Informationen bei näherer Betrachtung heutzutage sehr leicht entlarven kann...

Singender Taxifahrer

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 16:44

Auch in allen Bibeln, welche für arabisch sprechende Christen in arabischer Sprache herausgegeben sind, steht jedesmal "Allah", wenn damit das deutsche Wort "Gott" gemeint ist.

In islamischen Ländern wird es den Christen zum Teil verboten, in ihren Bibeln für ihren Gott das Wort "Allah" zu verwenden. Warum wohl? Weil der Gott der Bibel derselbe ist wie der des Korans? Logischerweise wohl eher nicht.
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Q and A

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 17:28

Weil der Gott der Bibel derselbe ist wie der des Korans?
Ich habe es mit meinen Gesprächen mit Christen und Muslims grade andersherum erfahren. Die Christen, mit denen ich sprach, lehnten vielmehr praktisch immer die Vorstellung ab, dass "Allah" und der biblische "Gott" der selbe sei. Diese zumeist evangelikale Christen wollten, konnten und mochten "ihren" Gott anscheinend mit niemandes anderer Religion teilen.

Während in meinen Gesprächen mit Muslims vielmehr immer höchster Wert darauf gelegt wurde, dass der Gott der Bibel exakt der selbe Gott ist, den sie anbeten. Und sie sagen, dass sie als als Muslime nicht nur den gleichen Gott anbeten, den Jesus angebetet hat, sondern dass sie auch in ebenso gleicher Körperhaltung beten, wie es Jesus getan hat. Somit kam auch schon mal auf, sie würden Jesus folgen, wenn es um die Art des Betens geht, weil sie auf dem Boden in gebückter Haltung beten, so wie Jesus eben auch so. Dies kann man in der Bibel gerne nachlesen.

Jesus spielt im Islam eine wichtige Rolle, und hat etwa die selbe spirituelle Ranghöhe wie Mohammed, bis auf den Unterschied, dass man im Islam auf die Wiederkunft von Jesus wartet, was nicht für Mohammed zutrifft. Wäre dies nicht eine schöne Gemeinsamkeit, über die man zwischen Christen und Muslims einen vertiefenden Dialog führen könnte?

Safira

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 17:50

Somit kamen auch schon mal auf, sie würden Jesus folgen, wenn es um die Art des Betens geht, weil sie auf dem Boden in gebückter Haltung beten, so wie Jesus es eben auch so. Dies kann man in der Bibel gerne nachlesen.



Jetzt ist es raus: Die Moslems sind die echten Jesusjünger....

Na Gunnar siehst du jetzt ein, dass du hier etwas falsch machst. Du must dich bücken und den Hintern hochhalten, immer Richtung Rom!

Vielleicht, weil das zu sexy sein könnte, dürfen die Frauen dass nicht.....????

Schade, wäre das doch vielleicht ein Grund da hin zu gehen. *kopfkratz* *lechz*
Menschen sollen so sein, wie sie sind und nicht durch Regeln so eingeschränkt werden, dass ihr Leben nicht lebenswert ist.

Julian

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 19:26

In islamischen Ländern wird es den Christen zum Teil verboten, in ihren Bibeln für ihren Gott das Wort "Allah" zu verwenden.
... zum Beispiel in Indonesien. Auch eine Möglichkeit, falsche Bibelübersetzungen loszuwerden. Soweit mir bekannt ist, sind die Christen dort überhaupt nicht verärgert über dieses Verbot.

Die Moslems sind die echten Jesusjünger....
Das dürfen sie gerne sein. Leider hören sie nicht auf Jesus, der darauf verzichtet hat, die Römer mit Gewalt aus Israel zu vertreiben, sondern auf Mohammed, der mit Gewalt auszog, die Länder des Orients dem Islam zu unterwerfen.

Und noch etwas: Allah ist keine Bezeichnung, sondern ein Eigenname wie Zeus oder Jupiter. Gott ist eine Bezeichnung für das Gute und nicht der Eigenname des Gottes der Bibel. Dessen Eigenname ist, da er mit dem Gott der Torah identisch ist, Jahwe. Das Christentum ist dem Judentum dahingehend gefolgt, Gott nicht mit seinem Namen anzusprechen oder diesen Namen im allgemeinen Sprachgebrauch auszusprechen. Man hat stattdessen Kyrios (der Herr) gesagt.

Während in meinen Gesprächen mit Muslims vielmehr immer höchster Wert darauf gelegt wurde, dass der Gott der Bibel exakt der selbe Gott ist, den sie anbeten.
Das widerspricht aber der Lehre des Korans, denn "Allah hat keinen Sohn".
Viel Feind, viel Ehr. (Georg von Frundsberg)

Q and A

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 19:49

Soweit mir bekannt ist, sind die Christen dort überhaupt nicht verärgert über dieses Verbot.
Mir ist genau das Gegenteil bekannt! In Malaysia sind die Christen sehr wohl verärgert über dieses Verbot. Es gab dort sogar einen Rechtsstreit, bei dem die Katholische Kirche zuletzt in Berufung ging, um das Wort "Allah" in ihren Schriften verwenden zu dürfen, mit dem Argument, dass es seit Jahrhunderten in Malaysia üblich sei, "Allah" als Wort für "Gott" zu verwenden.

Dieses Berufungsgericht kam allerdings zu dem Schluß, "...dass der Gebrauch von „Allah“ kein integraler Bestandteil des katholischen Glaubens ist“.

Die FAZ schrieb dazu:

Christen entsetzt: Malaysia reserviert das Wort „Allah“ für Muslime - Asien - FAZ

Zitat

Entsetzen unter der Christen

Die Kirchen Malaysias reagierten entsetzt auf das Berufungsurteil: „Wir sind enttäuscht und geschockt“, sagte Pater Lawrence Andrew nach der Urteilsverkündung gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Andrew ist Chefredakteur der katholischen Wochenzeitschrift „The Herald“. Als schweren Rückschlag für die Glaubensfreiheit und den Dialog der Religionen wertete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Gerichtsentscheidung zum Allah-Verbot.

„Seit der ersten Bibelübersetzung vor mehr als 400 Jahren bezeichnen Christen in Malaysia Gott als `Allah`. Ihnen dies nun zu verbieten ist populistisch und grenzt Christen und andere religiöse Minderheiten in dem überwiegend muslimischen Land aus“, kritisierte die GfbV am Montag in Göttingen.
Also, die Christen scheinen dort vielmehr gar NICHT angetan sein, dass man ihnen das Wort "ALLAH" verbietet. Dies kann ich übrigens gut verstehen! Ich hoffe, dass sich für diese bedrängten Christen diese ungute Rechtslage bald wieder zu ihren Gunsten ändert, und sie wieder zu "Allah" beten dürfen!



Ich bin immer der Meinung, dass man niemanden etwas in Glaubensansichten verbieten darf, auch wenn es eine andere Glaubensansicht ist, als die eigene.

Zu mutmaßen, weshalb diese Richter zu diesem Urteil gekommen sind, ist schwierig. Ich mag mir allerdings natürlich doch nicht vorstellen wollen, dass vielleicht aus deutschen evangelikalen Kreisen diese Richter beeinflusst worden sind, so wie ich viele evangelikale Christen mit dem Hass auf das Wort "Allah" erlebt habe...

Oder findet sich jemand hier in diesem Forum, der sich der Meinung der Malaysischen Richter gerne anschließen würde?

Simon

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 20:14

Du sprichst von "Christen" und meinst (so auch deine Quellen) "Katholiken". Es sind ausschließlich katholische Meinungen, aus denen du auf die Meinung aller christlichen Kirchen und Gemeinschaften schließt. Und das kann natürlich nicht gutgehen. Das Gericht hat demnach richtig geurteilt. Die Richter dort wissen, dass "Allah" der Eigenname eines mekkanischen "Wüstengottes" ist, den die Einwohner Mekkas schon lange vor Mohammed angebetet haben. Somit ist "Allah" nicht das arabische Wort für Gott - und wenn es tausendmal falsch so übersetzt wird.

Ich glaube eher, die Katholische Kirche hat ein Problem mit der Tatsache, dass der Gott der Bibel auch der Gott der Juden ist. Außerdem hat es die Katholische Kirche verstanden, dass die Medien brav berichten, wenn sie von einem Ereignis betroffen ist. Du brauchst nur mal genau hinzuschauen, ob und mit welchem Vokabular die Medien über einen katholischen und einen evangelischen Kirchentag berichten.

Safira

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 20:18

Zitat

Ich glaube eher, die Katholische Kirche hat ein Problem mit der Tatsache, dass der Gott der Bibel auch der Gott der Juden ist.


Jesus war Jude..... Ergo ist das Christentum auch zu 100% aus dem Judentum entstanden.... 8o

Der Islam ist ebenfalls aus dem Judentum gebastelt wurden. 8o
Menschen sollen so sein, wie sie sind und nicht durch Regeln so eingeschränkt werden, dass ihr Leben nicht lebenswert ist.

Simon

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 21:10

gebastelt
Das ist das richtige Wort. Aber aufpassen, dass es nicht in die falschen Ohren gelangt. Aber Paris ist ja weit weg.

Q and A

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Donnerstag, 8. Januar 2015, 21:12

Es sind ausschließlich katholische Meinungen, aus denen du auf die Meinung aller christlichen Kirchen und Gemeinschaften schließt. Und das kann natürlich nicht gutgehen.
Lieber Simon!

Dass das Wort "Allah" eine lange Geschichte hat, stimmt! Und dass es das Wort "Allah" schon vor dem Islam gegeben hat, stimmt, denn es war bereits im Christentum das Wort für Gott, und wird auch im Judentum verwendet. Und so wie Du es gepostet hast, wurden so auch "Wüstengötter" so genannt. Genau so haben dies die Etymologen herausgefunden.

Das ist mit vielen Wörtern so! Deutsche Wörter in der heutigen Form haben noch viel mehr Veränderungen erfahren, da kennt die Etymologie sehr viele Väter unserer Sprache. Indogermanisch, Latein, Griechisch, usw.

So, wie das Wort "Allah" nicht NUR mit dem Islam zu tun hat oder hatte - hat ebenso das Wort "Gott" nicht NUR mit dem Christentum zu tun.

Dies belegt diese Etymologie des Wortes "Gott"

Zitat


Das Wort "Gott" ist ein gemeingermanischer Begriff vorchristlichen Ursprungs. Sprachwissenschaftler erklären es im Vergleich und in der Ableitung von einem altindischen Wort entweder als "der (von einem Gläubigen) Angerufene", "das Wesen, das (von einem Gläubigen) angerufen wird", oder - zur Wurzel von "gießen" gezogen - als "derjenige, dem (von einem Gläubigen) geopfert wird", "das Wesen, dem (von einem Gläubigen) geopfert wird".
Nun meintest Du, dass in meinem letzten Beitrag es "nur" katholische Meinungen seien...

Na, also während des Rechtstreits in Malaysia wurde von der "Evangelischen Allianz" im Jahre 2011 dieser Bericht veröffentlicht:


Malaysia: "Allah" jetzt auch in Bibeln - Deutsche Evangelische Allianz



Ich würde diesen Bericht von der "Evangelischen Allianz" eher als unterstützend FÜR die katholische Kirche und ihrem Rechtsstreit FÜR das Verwenden des Wortes "ALLAH" ansehen, nicht kritisch, wenn ich mir diesen Bericht so ansehe, oder?

Was hat Jesus eigentlich in seiner Sprache Aramäisch zu "Gott" gesagt? Laut Wikipedia heißt "Gott" in Aramäisch "Alaha"!

Aha!

Frage: Dreht es sich bei diesem dauenden Hin- und Her über das Wort "Allah" vielleicht nur um den geglaubten Katechismus, der eben nicht verändert werden darf?


Aha...?