Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Pforzheim redet Tacheles. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Julian Simon

Glänzt durch große Aktivität hier. ;)

  • »Julian Simon« ist männlich
  • »Julian Simon« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 327

Registrierungsdatum: 28. Dezember 2013

Danksagungen: 238

  • Nachricht senden

2

Montag, 17. Februar 2014, 22:01

Ich sehe schon, dieser Dr. aus O. ist längst vergessene Geschichte (im Gegensatz zu seinem Vorgänger).

Aber hat jemand jemals mehr von seiner Doktorarbeit zu Gesicht bekommen als wie die von Achim Schwarze veröffentlichten Passagen?
Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir der Schweiz beitreten müssen.

Julian Simon

Glänzt durch große Aktivität hier. ;)

  • »Julian Simon« ist männlich
  • »Julian Simon« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5 327

Registrierungsdatum: 28. Dezember 2013

Danksagungen: 238

  • Nachricht senden

1

Freitag, 14. Februar 2014, 21:07

Die Doktorarbeit eines pfälzischen Philosophen

Auszüge aus "Die politische Entwicklung in der Pfalz und das Wiedererstehen der Parteien nach 1945". Heidelberg
1958, U 58.4033

Damit hatte man damals noch einen Doktortitel bekommen.

[alle Zitate fett] Alles dünne dazwischen sind die bissigen Bemerkungen eines Achim Schwarze.

Die Pfalz beheimatet - soweit sich solche allgemeinen Feststellungen treffen lassen - einen fröhlichen und weltoffenen Menschenschlag, der viel Sinn für gesellschaftliches Zusammenleben und die Freuden der Zeit hat und dem dogmatischen Denken abgeneigt ist. [S. 48]

Doch behaftet sind die Pfälzer mit Aufschneiderei und Gernegröße: Neben einem ausgeprägten Sinn für Toleranz besteht jedoch häufig ein allzu starkes und unangenehmes Selbstgefühl. In diesem „lautstarken“ Auftreten hat auch der „Pfälzer Krischer“ seinen Ursprung [S. 48]. Dieser Tarzan-Schrei der Kohl-Provinz scheint die einzige Schöne Kunst der Kanzler-Heimat zu sein: Bei aller Aufgeschlossenheit und praktischen Intelligenz - wenn's ums Abstrakte oder Denken geht, sind wir in der Pfalz auch ganz falsch - haben die Pfälzer keine ausgeprägte musische Veranlagung. [S. 48] Stell Dir vor, Kohl singt Wagner, und nur Hannelore und Teltschik gehen hin.

Trotz alledem ist diesem landsmannschaftlich so farbigen Land eine besondere Homogenität, wie sie andere deutsche Länder auszeichnet, versagt geblieben. [S. 148] Schade, denn die andernorts übliche bunte Einfarbigkeit hätten wir uns doch gewünscht, auch in der Sprache. In ihrer schwülstigen Sprache und romantisierenden Betrachtungsweise lassen es diese Ausführungen freilich an evangelischer Klarheit fehlen und waren wenig geneigt, auf die von kalvinistischer Nüchternheit geprägten Pfälzer Protestanten zu wirken [S. 104], schimpft unser katholischer Helmut über die landsmannschaftlich Andersfarbigen der Pfalz-SV [= Staatsbürgerliche Vereinigung], die nach Kriegsende gegen die CDU antrat. Die Sprache ist verräterisch. [Kohl im Südwestfunk, 12.11.1975]. Er selbst spricht glasklar von ... nach Kriegsschluß ... [S. 2] und meint das Kriegsende damit, so wie Kohl mit „Friedensschluß“ sicherlich den Kriegsanfang meinen würde. So spricht auch das Communique ... [S. 9] über z.B. ... französische Waffentaten ... [S. 22]. Wobei der Enkel Adenauers nicht ganz sicher ist mit Patenonkel und Patentante: Bei der Wahl dieser Bezeichnung stand möglicherweise - wenn dies auch nicht besonders zum Ausdruck kam - die Tatsache Pate, daß ... [S. 33] Neben dem Patenstand der Tatsache bei der Bezeichnungswahl sei schließlich auf den ... schmerzhaften Schnitt mitten durch das Wirtschaftszentrum Mannheim-Ludwigshafen hingewiesen [S. 35], wo man sich doch gerade erst einen ... umfassenden Katalog zu Fragen der Wirtschaftspolitik zugelegt... [S. 157] hatte und wünscht, die Verbreiterung der kleinen und mittleren Besitzschichten sollte hierbei auf Kosten übermäßig großer Eigentumsbildung gehen [S. 86], ein Wunsch den er teilt mit einem ... Kreis liberalgewonnener Männer [S. 97], was auch immer das sein mag.

Nach Kriegsverlust und Kriegsschluß mußte der besatzernde Franzose - Die französische öffentliche Meinung war tief betroffen ... [S. 19] - mit den undogmatisch unterbelichteten Pfalzopathen, ihrer „Sprache“, ihren Schreien und ihrem landsmannschaftlich so farbigem Mangel an allerlei Begabungen fertigwerden. Man schickte hartgesottene Profis: Auch bei der Militärregierung selbst erschienen Offiziere mit „Pfalzerfahrung“. [S. 148]

Eine annähernd genaue Zusammenstellung der Todesopfer

Eine spezifisch christliche Politik, die die kirchlichen Bekenntnisse nicht berührt, ist daher im allgemeinen nicht möglich. Sie ließe sich nur dort denken, wo der Gegensatz von christlich und nichtchristlich eindeutig wahrnehmbar ist ...
[S. 78] Also berühren wir das kirchliche Bekenntnis und weisen damit nach, daß in der Pfalz niemand imstande ist, christlich und nichtchristlich eindeutig zu unterscheiden. Um das verstehen zu können, rüstet Pfalzmann Kohl zu einer Expedition durch Zeit und Raum: Bei der BeIrachtung des politischen Lebens in der Pfalz erscheint es notwendig, einen Blick auf die Traditionen und politischen GegebenheiIcn dieser Landschaft zu werfen. [S. 47]
Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir der Schweiz beitreten müssen.

Counter:

Hits gesamt: 484 612 | Klicks gesamt: 1 132 355 | Gezählt seit: 21. August 2013, 07:24